Lexikon

    Begriffe im Krafttraining

    Die Begriffe, die in jedem Kraftplan stehen – präzise definiert.

    Im Krafttraining beschreiben wenige Begriffe die gesamte Belastung: Der Satz ist eine Serie zusammenhängender Wiederholungen, das Volumen die Gesamtmenge aus Sätzen und Wiederholungen, die Intensität die Höhe der Last, das Wiederholungsmaximum die maximal möglichen Wiederholungen bei einem Gewicht und die Wiederholungsreserve die Anzahl noch möglicher Wiederholungen am Satzende.

    Verantwortlich: Birol Isik · Veröffentlicht am 2026-03-02 · Aktualisiert am 2026-07-27 · Autorenprofil

    Grundlagen

    Begriffe im Krafttraining im Detail

    Last und Intensität

    Das Einer-Wiederholungsmaximum bezeichnet die Last, die einmal mit kontrollierter Ausführung bewegt werden kann. Intensitätsangaben in Prozent beziehen sich darauf. Weil dieser Wert schwankt und im Alltag selten geprüft wird, ist die Wiederholungsreserve die praktikablere Grösse: Sie beschreibt, wie viele Wiederholungen am Satzende noch möglich gewesen wären.

    Umfang und Volumen

    Umfang meint die Menge an Arbeit; im Krafttraining wird sie häufig als Volumen aus Sätzen, Wiederholungen und Last beschrieben. Für die Steuerung genügt oft die Zahl harter Sätze pro Muskelgruppe und Woche, weil sie einfacher erfassbar und gut vergleichbar ist.

    Anpassungen und Verwechslungen

    Hypertrophie bezeichnet die Zunahme des Muskelquerschnitts, Maximalkraft die höchstmögliche Kraftentfaltung, Kraftausdauer die Fähigkeit, Kraft über längere Zeit zu erhalten. Häufig verwechselt werden Kraft und Leistung: Leistung enthält zusätzlich die Zeit, in der die Kraft entfaltet wird.

    Kernaussagen

    Das Wichtigste in Kürze

    01

    Wiederholungsreserve ist im Alltag praktikabler als Prozentangaben.

    02

    Volumen beschreibt die Menge, Intensität die Höhe der Belastung.

    03

    Hypertrophie, Maximalkraft und Kraftausdauer sind verschiedene Ziele.

    04

    Kraft und Leistung sind nicht dasselbe.

    Praxis

    Anwendung im Trainingsalltag

    Konkrete Handlungsschritte, die sich ohne zusätzliche Ausrüstung umsetzen lassen.

    • Notiere je Satz die geschätzte Wiederholungsreserve statt Prozentwerte.

    • Zähle harte Sätze pro Muskelgruppe und Woche als Volumenmass.

    • Verwende gegenüber Kundschaft dieselben Begriffe wie im Plan.

    • Kläre Begriffe im Erstgespräch, bevor Du sie im Plan verwendest.

    Fachliche Grenzen

    Was dieses Wissen nicht leistet

    Training arbeitet mit Belastung, Bewegungsverhalten und Belastbarkeit. Diagnose und Behandlung bleiben medizinischen und therapeutischen Fachpersonen vorbehalten.

    • Definitionen sind Erklärungen und keine Trainingsempfehlungen.

    • Begriffe werden in der Literatur teils unterschiedlich verwendet; entscheidend ist die einheitliche Verwendung im eigenen Plan.

    Berufsbilder

    Für welche Berufsbilder dieses Wissen zählt

    Verlinkt werden ausschliesslich veröffentlichte Berufsbilder.

    Fragen & Antworten

    Fragen und Antworten zu Begriffe im Krafttraining

    Überregional gültige Fachfragen werden bewusst nicht künstlich spezialisiert.

    Nein. Sätze mit kleiner Wiederholungsreserve sind für Anpassungen ausreichend und beeinträchtigen die Ausführungsqualität weniger als das Training bis zum Versagen.

    Ein Satz, der nahe an der Leistungsgrenze endet, typischerweise mit einer Wiederholungsreserve von etwa null bis drei bei kontrollierter Ausführung.

    Nein. Volumen wirkt nur, solange es erholt werden kann. Steigt es über die Erholungsfähigkeit hinaus, sinken Ausführungsqualität und Entwicklung.

    Wiederholungsreserve ist im Alltag praktikabler als Prozentangaben. Volumen beschreibt die Menge, Intensität die Höhe der Belastung. Hypertrophie, Maximalkraft und Kraftausdauer sind verschiedene Ziele. Diese Punkte tragen die praktische Anwendung im Trainingsalltag.

    Notiere je Satz die geschätzte Wiederholungsreserve statt Prozentwerte. Zähle harte Sätze pro Muskelgruppe und Woche als Volumenmass. Verwende gegenüber Kundschaft dieselben Begriffe wie im Plan.

    Definitionen sind Erklärungen und keine Trainingsempfehlungen. Begriffe werden in der Literatur teils unterschiedlich verwendet; entscheidend ist die einheitliche Verwendung im eigenen Plan.

    Nein. Die Inhalte beschreiben Grundlagen des Trainings. Diagnose, Therapie und Heilbehandlung sind medizinischen und therapeutischen Fachpersonen vorbehalten.

    Überregional gültige Fachinformation – bewusst nicht standortspezifisch formuliert.

    Die WHO empfiehlt Erwachsenen mindestens 150 bis 300 Minuten moderate oder 75 bis 150 Minuten intensive Ausdaueraktivität pro Woche sowie muskelkräftigende Aktivität an mindestens zwei Tagen.

    Überregional gültige Fachinformation – bewusst nicht standortspezifisch formuliert.

    Verwendet werden Publikationen anerkannter Institutionen wie WHO, BAG, BASPO, BFS und Swiss Olympic, Fachgesellschaften wie ACSM und NSCA sowie Peer-Review-Literatur und anerkannte Fachliteratur.

    Überregional gültige Fachinformation – bewusst nicht standortspezifisch formuliert.

    Die Beiträge werden redaktionell gepflegt und bei neuen belastbaren Erkenntnissen angepasst. Jede Seite weist die verantwortliche Person und die verwendeten Quellenarten aus.

    Überregional gültige Fachinformation – bewusst nicht standortspezifisch formuliert.

    Weiterlesen

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    Quellen

    Überprüfte Quellen

    Fachliche Aussagen stützen sich ausschliesslich auf überprüfbare Quellen. Es werden keine Studien, Zahlen oder Auszeichnungen erfunden.

    • NSCA – Essentials of Strength Training and Conditioning
    • ACSM – Guidelines for Exercise Testing and Prescription
    • Anerkannte Fachliteratur des Krafttrainings

    Redaktionelle Einordnung

    Dieser Beitrag beschreibt fachliche Grundlagen des Trainings. Er stellt keine medizinische Diagnose, Therapie oder Heilbehandlung dar, ersetzt keine individuelle Beratung und enthält keine Wirkungs- oder Leistungsversprechen. Bei Beschwerden erfolgt die Abklärung durch medizinische Fachpersonen.